CD-REVIEWS:
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CAP
"Statement" CD (Nova / Produkt)
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Eigentlich heißen sie ja Controlled Analogue
Programming, das ist zwar an sich sehr nett, aber viel zu lang, dass man es
sich merken kann. Und darum nennen sich Leif Holm und Christiaan
Riemschlag auch schlicht und einfach nur CAP. Das wiederum ist
Programm. Denn mit ihrer CD "Statement", der man auch den Untertitel
"reduced to the max" geben konnte, beweisen CAP, das Weniger oft Mehr
ist.
EBM und Electro, das müssen nicht immer flächendeckende,
überbordende Sounds sein. Da muss man die Musik nicht mit endlosen,
übereinander geschachtelten Arrangements und Elementen zudonnern. Energie
entsteht oft genug aus Einfachheit. Eben aus der Reduzierung auf das
Wesentliche. Und in ihrer Instrumentierung erinnern CAP schon ein wenig
an die frühen DAF. Mit wenigen Sequenzertönen, (vermutlich) analogen
Synthiesounds und einigen hämmernden Beats, erzeugen sie eine Kraft und
Energie, die äußerst beeindruckend ist. Auch hierzu kann man
herrlich Stampfen und martialisch, testosterongeschwängert durch
Betonbunker stürmen. Aber das ganze entsteht nicht durch überlautes
(Re)Produzieren. Sondern durch genau auf den Punkt gebrachte, gezielte
Einsätze von Soundelementen, die sich so umso geradliniger, Tritten in den
Unterleib gleich, ihren Weg ins zentrale Nervensystem suchen und den
Körper zum Zucken bringen.
Besonderer Pluspunkt der CD sind die
Vocals. Trotz aggressiver Vocoderverzerrung, erklingen sie seltsam
zurückhaltent, fast flüsternt, gewinnen aber so umsomehr an
Bedrohlichkeit. Denn nicht unbedingt der, welcher am lautesten schreit ist der,
vor dem wir uns am meisten fürchten. Die fast geflüsterten,
unterdrückten Töne sind es, die uns in Angst versetzen.
CAP sind die Ruhe vor dem Sturm, die Raubkatze kurz vor dem
Sprung... da sich dieser aber nie, oder erst in unserer Fantasie entfaltet...
umso beeindruckender.
Thomas
Sabottka für THE
GOTHICWORLD
Tracklist: 01 - Seven Sins 02 - Going
Down 03 - C S F 04 - Are We Strong 05 - One Love 06 - Bad
Dreams 07 - Freinds (T Krth Mix) 08 - Stahlherz 09 - Walk The Dead
10 - Circus Of Death 11 - Times Running Out
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