CD-REVIEWS:
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DVAR
"Piirrah" / "Rakhilim" CD (S.P.K.R./Monopoly Records)
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Musik geht oft verschlungene Pfade. Und so erreichten
uns die zwei CDs welche hier besprochen werden, aus dem fernen Moskau. Ohne
weiteres Begleitschreiben landeten sie direkt im Briefkasten unseres
Webmasters, und mir bleibt die Aufgabe, ihnen rezensionstechnisch gerecht zu
werden. Geheimnisvoll nicht nur die Tatsache das sie überhaupt zu uns
kamen, geheimnisvoll bleibt auch wer oder was sich hinter Dvar verbirgt.
Keinen Hinweis findet man im Booklet auf Musiker/in, auf Instrumente, Herkunft
oder Ähnliches. Ohne Frage natürlich das wir die Texte hier schon
garnicht verstehen. Klar wird nur sehr schnell, dass es sich auf keinen Fall um
Russisch handelt. Alle anderen Informationen bleiben ein Rätsel. Kommt
einem das alles ein ganz kleines bißchen bekannt vor? Zu
Recht.
Womit wir auch schon bei dem einzig möglichen Vergleich
wären, dem man Dvar unterziehen kann, um ihre Musik zu beschreiben.
Wie kaum ein anderes Wekr in den letzten Jahren, erinnern mich "Piirrah"
und "Rakhilim" an SOPOR AETERNUS. Nicht nur wegen der geheimnsivollen
Attitüde. Vor allem auch musikalisch. Auf "Piirrah" (welches
zwischen 1999 und 2000 entstand) erklingen noch sehr düstere,
experimentelle Strukturen, in denen man hin und wieder eine E-Gitarre, oder
garn Industrial Elemente erahnen kann. Kommt aber insgesamt unter zu Hilfenahme
von dunklen Trommeln und Todesglocken dem Vergleich ANNA-VARNEY sehr nah. Vor
allem auch der Gesang. Schwer geschlechtlich einzuordnen, sehr reduziert,
gebrochen, klagend, wie ein verwundetes Tier. Naja und das Thema Lyrics hatten
wir ja schon. Auf "Rakhilim" (aus dem Jahre 2002) klingen Dvar
schon folkloristischer. Die verwendeten Instrumente sind weitaus
akustischerer Natur, und die Vermutung liegt nahe, das es sich auch um das eine
oder andere authentische Instrument handelt. Die Musik wirkt im Vergleich zur
ersten CD etwas beschwingter, behält aber ihren düsteren und vor
allem verstörenden Charakter. Mag manch eine der Melodien fröhlich
leiernd, fast Polkahaft daherkommen, so erinnert die hier sehr sparsam
eingesetzte Stimme an das Jaulen des Windes zwischen alten, mächtigen
Bäumen dunkler Wälder... oder als würde die berühmte,
russische Volkshexe Baba Jaga in ihrem Hühnerbeinhaus, durch die
verschneiten Ebenen der Tundra reiten, nicht nur Schneeschauer, sondern vor
allem uns Schauer über den Rücken jagend. Am Ende steht man als
Rezensionist dann aber noch vor der Frage, woher ein Hörer, der auf Grund
dieses kleinen Artikels Interesse an diesen CDs entwickelt, er diese zum Teufel
noch mal herbekommen soll? Aber wir haben nunmal auch den selbstgählten
Anspruch, möglichst alles zu Besprechen, dass man uns zukommen
lässt. Schade eigentlich. Denn Fans vom musikalischen Schaffen
ANNA-VARNEYS, die sich nicht an ungewöhnlicher Sprache stören lassen,
dürften diese CDs eigentlich gut finden. Einfache Musik ist es nicht. Aber
interessant alle mal.
Thomas
Sabottka für THE
GOTHICWORLD
"Piirrah" Tracklist:
01 - Al Hilaji
02 - Iina Tamiira 03 - Taai Liira 04 - Vo Rah Arrah Iill 05 -
Hissen Raii 06 - Iih rah 07 - Abisser 08 - Itiir 09 - Vaii Han
10 - Schraii 11 - Ariil Iaat
"Rakhilim" Tracklist: 01
- Rakhilim 02 - Ieroh 03 - Ieroh 2 04 - Yar Yar 05 - Ir Rakhilim
06 - Leriil 07 - Naakhiil 08 - Ya Raii Ta Hirrih 09 - Hanaar
10 - Nadrah 11 - Schekhirail 12 - Yalaraa T'kiin 13 -
Tavirim 14 - Amaas Takhi 15 - Kamharim 16 - Schraii 17 - Vo
Rakhilim 18 - Arraheem 19 - Jeroh 3 20 - Nehedaim
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