CD-REVIEWS:
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UNHEILIG
"Zelluloid" CD (Four Rock / Soulfood)
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Am Anfang wird die Filmrolle eingefädelt, es knistert,
dann ertönt die erste Musik und eine Stimme die uns in "seinem Leben"
begrüßt. Der Graf ist zurück! Nur ein knappes
dreiviertel Jahr nach der "Schutzengel" EP erscheint mit
"Zelluloid" das neue Werk von UNHEILIG. Und es eröffnet das
neue Jahr mit einem Paukenschlag. Zwischen rockigen Gitarren, bombastischen
Arrangements, elektronischen Rhythmen und Ohrwurmverdächtigen Hooklines,
bewegt sich Der Graf, gekonnt und spielend in eben jenem weiten Feld das
schon unter einem unseligen "Neue Deutsche... "Namen vermarktet wird. Vor allem
die deutschen Texte und sein markanter, tiefer Gesang rücken ihn in die
Nähe von...
Wer UNHEILIG noch nicht kennt, dem sei einfach
gesagt: Irgendwo zwischen RAMMSTEIN, OOMPH, WITT, ASP... von allem etwas und
vor allem doch anders. "Zelluloid" ist Popmusik in seiner besten Form.
Intelligente Texte, die im Gegensatz zu früher nicht ganz so metaphorisch
und mit religiösen Bildern behaftet sind. Persönlicher, wie das Intro
schon erahnen lässt, damit vor allem aber auch intensiver und
verletzlicher, geht es nicht nur um "Beziehungsprobleme" sondern um all die
Dinge zwischen Freude und Schmerz, die UNHEILIG halt so
beschäftigen. Und somit wahrscheinlich auch viele von uns. Vor allem der
Ruf nach persönlicher Freiheit und Individualismus, scheint ein ernstes
Anliegen des Grafen zu sein. Welches er perfekt in mal mächtige,
donnernde, mal filigrane, balladeske Arrangements verpackt, die sich schnell
ins Ohr bohren und einen nicht mehr verlassen. Mal romantisch, mal agressiv.
Immer direkt und ohne selbstverliebte, bedeutungslose Metaphern. So soll die
Popmusik des 21sten Jahrhunderts klingen.
UNHEILIG beweisen mit
diesem Album, dass sie sich trotz Verwendung bestimmter Symbole, meilenweit vom
Klischee entfernt haben und legen eine Scheibe vor, die tanz- hörbar,
unterhaltend und intelligent gleichermassen ist. Damit legen sie die Messlatte
für vergleichbare Produktionen um ein gutes Stück höher und wir
dürfen gespannt sein, wer von den ähnlich klingenden Bands es schafft
dem Nahe zu kommen.
Thomas
Sabottka für THE
GOTHICWORLD
Tracklist:
Prolog
01 - Die
Filmrolle (Intro) 02 - Zauberer 03 - Hört mein Wort 04 - Willst
du mich 05 - Himmelherz 06 - Auf zum Mond 07 - Freiheit 08 - Herz
aus Eis 09 - Sieh in mein Gesicht 10 - Mein König 11 - Fabrik der
Liebe 12 - Tanz mit dem Feuer 13 - Feier Dich! 14 - Zelluloid
(Insturmental)
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