CD-REVIEWS:
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GLAMPIRE:
"Drop Dead Gorgeous" CD (Musesick Productions)
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"I've been playing music forever, and it's all I can pretty
much do. It's kept me out of jail for sure. It would either be pop art music or
crime
"
"If I hear one more band or singer that sings like THE
SISTERS OF MERCY, I swear I'm gonna shoot them!"
Das sich die
amerikanische Szene von der Unsrigen doch oft ziemlich unterscheidet, hat man
ja vielleicht das eine oder anderer Mal schon bemerkt. Goth mischt sich dort
(gerade im Outfit) eher mit Punk, und musikalisch haben die Leute über'm
Großen Teich auch andere Vorstellungen. Die in Europa so typischen
dunklen, sehr düsteren und brachialen Songs sind eher die Ausnahme.
Oft verbindet amerikanischer Gothic eine eher melancholische Stimmung
mit einem fantasievollen Grundgefühl und recht wavigen Tanzeskapaden.
Nicht zuletzt konnte man dieses Selbstverständnis von amerikanischem Goth
bei den hierzulande so gehipten (wenn auch zu recht!) THE CRÜXSHADOWS
beobachten. Doch lohnt sich der Blick immer wieder, wenn man bereit ist, sich
von klischeehaften, festgefahrenen Vorstellungen zu lösen, und einen
Musiker nicht nur als Gothic betrachtet weil er sich so kleidet.
So
offenbart sich dem aufgeschlossenen Hörer mit GLAMPIRE ein
Phänomen das in den Staaten schon einen festen Platz hat, mehrere
Titelseiten schmückte, des öfteren ziemlich weit oben in den
amerikanischen Charts war und nun sein fünftes reguläres Album
herausgebracht hat.
Hinter GLAMPIRE verbirgt sich ein einziger
junger New Yorker der vom Äußeren ein wenig wie der nette und softe
Bruder von MARYLIN MANSON aussieht. Ansonsten ein absoluter
Multiinstrumentalist ist, der jeden Akkord auf seinen Scheiben selbst einspielt
und diese arrangiert und produziert.
Selbst bezeichnet er seine Musik
als "Glambient" oder auch "Glitta Nigga". Somit sind in diesen Wortspielerein
auch schon alle Elemente aufgetaucht, die den Reiz, den Charme dieser auf jeden
Fall ungewöhnlichen Musik ausmacht. Glam Rock trifft Goth Pop. Ambient
trifft auf Industrial. Trip Hop auf harte Gitarren. Wave auf Dance Musik.
Akustische Instrumente gehen Hand in Hand mit wüsten Brüchen,
avantgardistischen Samples und einer ungewöhnlich melodiösen, weichen
und oft nicht klar geschlechtlich zu erfassenden Stimme. Das ganze ist
schräg und poppig zugleich. Experimentell wie manchmal die NINE INCH
NILES, gelegentlich brachial wie MANSON, oft aber sehr tanzbar und vor allem
verspielt,
bombastisch. Vielleicht charakterisiert
GLAMPIRE ja das was eigentlich den Charme von New York ausmachen soll.
Das wilde Gemisch aus allen möglichen Einflüssen, gepaart mit einem
perfektionistischen Talent zum Entertainment und einem gelegentlichen Hang zum
Größenwahn.
"Drop Dead Georgeous" erschließt
sich nicht unbedingt beim ersten Hören. Aber nach dem dritten, vierten Mal
entfaltet sie ihren vollen Reiz. Für eine Platte dieser Art gibt es
wahrscheinlich nur zwei Möglichkeiten. Entweder man liebt sie, oder hasst
sie. Für alle die noch den Mut zu Experimenten haben.
"Music is like food or colors... you need all different kinds."
Thomas Sabottka für
GOTHICWORLD
Ein
MP3-Sample von "Somewhere In Space": gibts hier:
www.glampire.com/musesick/ddg/somewhereinspace.mp3
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"Drop Dead
Gorgeous" - Tracklist:
01 - Let
Your Love Decide 02 - Rise 03 - Somewhere In Space 04 - New Way Of
Living 05 - Kill All Feelings 06 - Cold State 07 - New Free Radio
Waves 08 - Drop Dead Gorgeous 09 - The World And It´s Ways 10 -
Better Than This 11 - We As One 12 - Life Means Nothing To Them 13 -
Deathwish 14 - Look Who´s Laughing At You Now 15 - One
More
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Kontakt:
Homepage: www.glampire.com
Label: MUSESICK
PRODUCTION INC. 511 Avenue of the Americas #133 New York,
NY 10011-8436 USA Tel.: 212.971.1005 Fax: 309.218.2738 Email:
musesickpr@earthlink.net
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