CD-REVIEWS:
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LACRIMOSA:
"Der Morgen Danach" CDS (Hall of Sermon / EastWest)
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Review Teil 2 - die Single:
Nun steht sie endlich in den Läden, die neue
LACRIMOSA Single "Der Morgen danach". Neben den beiden Version des
Titelsongs (siehe Review Teil 1) befinden sich
noch zwei weitere Songs exklusiv auf der Single: "Nichts bewegt sich"
und "Vankina".
Zuerst war ich von "Nichts bewegt
sich" etwas enttäuscht - Inhaltlich wandelt der Song auf den Pfaden
von Songs wie "Bresso" und anderen der frühen Alben "Angst"
und "Einsamkeit" - "Nichts bewegt sich, ich kann nicht mehr, ich bin
so, so müde", "Verloren streife ich umher und suche nach der Kraft in mir,
ich weiß, sie war doch einmal hier in mir". Mein erstes
Gefühl war, daß man Tilo seine Verzweiflung mittlerweile irgendwie
nicht mehr abnehmen kann ... Schreit er auf den ersten Alben vor Schmerz
("Ich hab Angst!" - "Bitte komm zurück!"), klingt die gesangliche
Interpretation und die Musik nun ebenso hoffnungsvoll wie beiden Songs zuvor,
wo waren die gequälten Schmerzensschrei, die für "Bresso" oder
"Der letzte Hilfeschrei" so typisch waren?
Nachdem ich den Song noch ein paar
Mal gehört hatte, wurde mir vieles klarer: Der Song kann gar nicht wie
"Bresso" etc. sein, den auch hier gibt es eine Weiterentwicklung:
"Erwartungsvoll sehe ich hinein" - "Ich suche nach der Kraft". Er
ist - im Gegensatz zu früher - auf der Suche nach dem Licht, er verharrt
nicht in seinem Elend, er sucht Auswege. Die Kraft in ihm, "sie war doch
einmal hier" - er bemitleidet sich nicht, weil die Kraft nicht mehr da ist,
sondern er macht sich nun aktiv auf der Suche nach ihr, beschreitet - zwar am
Boden, doch "mit der Hoffnung tief im Blick" (Stolzes Herz) - neue Wege.
Ich würde empfehlen, erst "Bresso" und dann diesen Song zu
hören, er repräsentiert mehr denn je, wie weit sich Lacrimosa
entwickelt hat.
Mehr als überrascht war ich von
"Vankina" - vom musikalischen her ein wenig "The Guardians of the 7th
Universe" (Silke Bischoff) ähnelnd (wunderschöne Musik,
geschrieben erstmalig von Tilo und Jay P.), wird er von Anne auf Finnisch
gesungen. Normalerweise meide ich jeden Song von Anne, weil ich ihren
Gesang nicht besonders mag, deshalb war ich hier unglaublich begeistert -
ebenso wie Tilo hat sie nun ihren Gesang wesentlich weiterentwickelt, und
wie!!! Wahnsinn - bitte mehr davon! Zum Inhaltlichen des Songs kann ich
nichts sagen, ich verstehe leider kein Finnisch. (wie wohl die meisten Fans...)
Das ist wohl mein einziger Kritikpunkt an der Single: Den Text bzw. dessen
Übersetzung hätte eigentlich ins Cover gehört.
JACK für
GOTHICWORLD
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