CD-REVIEWS:
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THE
INCHTABOKATABLES: "Ultimate Live" Do-CD (Strange Ways)
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Müßig sie noch vorzustellen, die Jungs
aus Berlin mit dem fast unaussprechlichen Namen und der Verachtung aller
Instrumente gegenüber, welche mehr als vier Seiten haben.
Vor elf
Jahren gegründet, haben sie nun beschlossen, Vampiren gleich, sich
für einen unbestimmten Zeitraum schlafen zu legen und wir dürfen nur
hoffen das sie eines Tages genauso fulminant zurück kehren werden, wie sie
sich jetzt verabschieden.
THE INCHTABOKATABLES sind / waren ein
Phänomen! Laut Gerüchten ist der Name übrigens ein
australischer Slangausdruck für so etwas wie jemand der ständig am
Thresen rumhängt. Was Sinn machen würde, denn genau aus jenem Umfeld,
den immer gleichen Typen die in den wie Pilze aus dem Boden geschossenen
Kneipen in der gerade verreckten DDR rumhingen, entstammt der Background der
Berliner. Dies ist Prenzlauer Berg live nach der Wende. Deren Texte von
Anfang an so sinnlos und gleichzeitig intelligent wie ein bierseliges
Thekengespräch waren, und bei denen neben musikalischer Innovation immer
schon der Humor eine wichtige Rolle spielte. So haben sie zum Beispiel ein
Weihnachtskonzert in der Berliner Volksbühne einst damit begonnen, das sie
stundenlang auf der Bühne an einem Tisch saßen, speisten, tranken
und sich gegenseitig beschenkten. Auch auf jedem Stuhl des Publikums lag ein
kleines Präsent.
Ob gewollt oder nicht, die Jungs waren aber schon
immer mehr. Impulsgeber für etwas das sich später als Widerbelebung
der Mittelaltermusik verstand. War es Absicht, das ihre Songs genau jene wilde,
folkige, rockige bis punkige Mischung hatten, die später tausendfach
wiederholt wurde. Oder lag es nur an dem vierseitigen Instrumentarium von
Geigen, Bass, Cello u.ä. Lange vor APOCALYPTICA bewiesen die Ichties das
man eine Geige und ein Cello durchaus wie eine harte E-Gitarre spielen kann.
Lange vor RAMMSTEIN verliehen sie den Ex-Ossies ein neues Selbstbewusstsein in
dem sie eine völlig neue und innovative Musik schufen, die es
seltsamerweise bis in die Charts schaffte und bewies das die Ostmusik nichts
mit diesen unseligen N-Ostalgieparties zu tun haben musste.
THE
INCHTABOKATABLES waren immer laut, immer frech, voller Energie, fast
surrealistisch, rotzig bis punkig, streckenweise melancholisch, düster,
immer wieder perfekte und klassisch ausgebildete Musiker und vor allem ein
berauschendes Erlebnis wenn man sie live sehen durfte. Wie gesagt ich habe den
Run auf die vier finnischen Cellisten nie so recht verstanden, nicht nachdem
ich vor Jahren schon mehrmals die Inchties gesehen hatte.
Von dieser
Energie, dieser Kraft, dieser seltsamen Schönheit, dieser
Kreativität, dieser Qualität, dieser Brachialität, diesem wilden
Rausch... kann man sich jetzt ein kleines Stück in die heimischen
Wände holen, die beim Abspielen dieser CD einmal mehr zu eng und klein
erscheinen. "Ultimate Live" versteht sich als Abschiedsgeschenk und
bietet auf zwei Silberscheiben einen live und ungeschönt aufgenommenen
Rückblick auf elf Jahre THE INCHTABOKATABLES, mit all ihren Hits,
einigen Raritäten und vor allem ein Dank an die Fans.
Einen Dank
den ich zurückgeben möchte, denn ohne Euch wäre die deutsche
Musiklandschaft um einiges ärmer gewesen. So das man Euch nur noch in
einem Atemzug mit so legendären, avantgardistischen Größen wie
CAN, den Einstürzenden Neubauten, Philipp Boa und einigen mehr nennen
kann. Ihr wart einzigartig!!!!!
Thomas Sabottka für
GOTHICWORLD
"Ultimate
Live": CD 1: 01- Intro 02 - Paddy 03 - Rightful King 04 -
Wars Only Wars 05 - Unsatisfied 06 - Keep In Mind 07 - Birthing A
Day 08 - Das Beil 09 - Übertrieben 10 - Healing Hands 11 -
Endless Rail 12 - Destination 13 - Escape
CD 2: 01 - Die
Taube 02 - Three Gipsies 03 - Tomatenfisch 04 - Hoywoi 05 -
Underdrive 06 - You Chained Me Up 07 - Come As You Are 08 - One 09
- Schlaflied 2001 10 - Fuck In Tomatenfisch Version 11 - Sleep
Well |
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Kontakt:
www.inchtabokatables.com |
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