CD-REVIEWS:
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ELUSIVE:
"Destination Zero" CD (Pandaimonium)
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Ein warmer Regen, geht an einem Sommerabend nieder. Genau in
dem Moment als die Sonne untergeht und die Nacht ihre Schatten über das
Land wirft. Vielleicht geht man einsam, mit einem unbestimmten Gefühl
von Melancholie durch die Dunkelheit, vielleicht lehnt man mit einem geliebten
Menschen im Arm und diesem blöden Prickeln um Bauch an einer
brüchigen Mauer. Möglicherweise hat man sogar eine Träne im
Auge, diesen Kloß im Hals und macht sich gerade halbwegs ausgehtauglich
um in der kommenden Nacht, diesen Anflug von Trauer weg zu tanzen.
Dazu
liefern Elusive mit "Destination Zero" den perfekten Soundtrack.
Flirrende Gitarren, schweben über rockigen Rhythmen und einigen
elektronischen Samples. Melodien die sofort ins Ohr gehen, manchmal das Bein
zum Zucken bringen, doch immer dunkel gefärbt, mit einem Anflug von
Melancholie, ja Nostalgie.
Elusive beweisen mit ihrem
Debutalbum, das man auch im Jahre 2001 noch richtig guten Rock machen kann.
Gothicrock sicherlich ein wenig an die 80ies erinnernd, voller Gefühl,
manchmal melancholisch, manchmal härter, aber immer voller Leidenschaft.
Gute Rhythmen, schöne Melodien, untermalt mit der nötigen Härte
um auch treibend zu sein und darüber eine sehr beeindruckende volle
Stimme, die ausnahmsweise mal völlig auf Verzerrerspielereien und
Growlingeskapaden verzichten kann.
Ich will nicht behaupten, daß
man den Jungs ihre musikalischen Vergangenheiten bei Bands wie Theatre of
Tragedy oder Tristania anhört. Obwohl es sich sicherlich auf ihr
musikalisches Können ausgewirkt hat. Elusive stehen aber eher in
der Tradition guter alter Sisters of Mercy Scheiben, auch wenn die Stimme eine
andere ist. Vom Gefühl für Melodien, für Songs und Rhythmus her,
aber sehr ähnlich und das ist in diesem Fall auch mal garnicht so
schlecht.
Dies ist Gothicrock der feinen Art. Sehr dicht und
atmosphärisch, mit einigen sehr schönen Ideen, aber immer klar und
direkt. Der uns daran erinnert wie es früher einmal war, dass man aber
nicht ständig den alten Zeiten nachtrauern muß, da es auch heute
noch genügend gute Musiker gibt.
Elusive haben spielend ein
paar wirklich feine dunkle Perlen geschaffen, die zum Träumen wie abrocken
gleichermaßen einladen und an über schwarze Tanzflächen
schwebende Trockeneisnebel gemahnen. Das ist Liebe, Leidenschaft, Trauer, Tod,
Melancholie und Wut in einem. Ich bin froh das aus dem kalten, kargen
Norden Europas noch mehr kommt als HIM, oder mit Klassik kombinierter Heavy
Metal. Diese Jungs haben sicherlich noch eine große Zukunft vor sich.
Thomas Sabottka für
GOTHICWORLD
"Destination
Zero"-Tracklist: 01. Last Night 02. System Breakdown 03. The
Circle Never Ends 04. Tomorow Gone 05. Pantheon 06. Lonely
Satellite 07. Gemini 08. Asylum 09. Shadow Dance
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Kontakt:
www.elusive.no
Label:
www.pandaimonium.de
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