CD-REVIEWS:
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AMORPHIS:
"Am Universum" CD (Nuclear Blast)
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Epilog: Amorphis waren und sind eine meiner absoluten Faves, es
fällt mir deswegen schwer diese CD differenziert und ohne Vorbelastung zu
rezensieren. Ich habe mir "Am Universum" mindestens 10x angehört und war
hin- und hergerissen ob ich das Album nun toll oder eben doch nicht so toll
finden soll. Ich weiss, das dieses Album in 9 von 10 Rezensionen sehr gut
abschneiden wird. Für mich drängt sich nur die Frage auf, warum
gerade ich der 1 von 10 sein muss, der das Album zwar toll findet, aber nach
"Tuonela" eben ein anderes Album von Amorphis erwartet hätte. Ende Epilog.
Mit Spannung habe ich das neue Amorphis Album "Am
Universum" erwartet, vorallem nach dem Stilwechsel den Amorphis bei
ihrem 96-er Werk "Elegy" andeuteten und auf ihren letzten beiden Alben
"My Kantele" und "Tuonela" vollzogen hatten. In dieser Zeit wuchs
die Band von einem reinen Death-Metal Act zu einem ernstzunehmenden Rockact
heran. Amorphis haben das Rad sicher nicht neu erfunden, die
Unterschiede von "Tuonela" hin zu "Am Universum" sind eher
kosmetischer Natur, sprich die Markenzeichen der Band, der nasale Gesang von
Pasi Koskinen und die meistens von Delay-effekten durchtränkten
Monsterriffs von Esa Hollopainen machen die Band auf jeden Fall einzigartig.
Die Produktion von Simon Efemy (Paradise Lost, Love Like Blood, etc.) ist erste
Sahne und lässt den Sound druckvoll aus den Boxen wummern.
"Am
Universum" beginnt da wo "Tuonela" aufgehört hat.
Eingängige Riffs und die oben beschriebenen Trademarks der Band, lassen
das so typische Amorphis Feeling aufkommen. Spätestens bei Song Nr.
5 "Crimson Wave" weiss der geneigte Hörer aber, hier hat sich etwas
verändert, nicht fundamental, eher subtil, aber nicht zu verkennen.
Ein starkes eighties Flair macht sich breit. Warme Keyboardpassagen und
viele spacige Effekte sorgen auf der einen Seite für viel Abwechslung,
werden aber dem einen oder anderen Hörer nicht auf Anhieb zusagen.
Vorallem die Orgelsounds sind sehr 70-er und 80-er Jahre geprägt, vieles
erinnert an Bands wie zum Beispiel die seeligen "Brainticket", zu denen
man sich damals die fetten Joints reingepfiffen, oder die LSD Trips
reingezwitschert hat. Da ich mir aber weder fette Joints noch LSD reinpfeiffe,
eröffnen sich mir diese neuen Perpektiven leider nicht. Irgendwie bekomme
ich auch nach dem 10x anhören hier den Zugang nicht. Was für mich
umso Besorgnis erregender ist, ist die Tatsache das die spacigen Songs alle
gegen Ende der CD kommen. In mir steigt der Verdacht auf, dass dies die
Richtung ist in der es in Zukunft bei Amorphis gehen soll.
Ich
möchte der Band auf keinen Fall ihr Recht auf Entwicklung absprechen und
kann deshalb trotzdem eine, vorallem für unbelastete Hörer
Kaufempfehlung, ausprechen. Amorphis liefern mit "Am Universum"
ein Werk ab, zu welchem tolerante Hörer sicher den Zugang finden werden.
"Am Universum" ist melancholischer Rock, welcher sich erfolgreich gegen
eine Kategorisierung wehrt, auch dies ist sicher ein Prädikat welches
diese CD und Amorphis auszeichnet und die Einzigartigkeit der Band
unterstreicht.
Roger
Amann (A-man/Hall of Sermon) für
GOTHICWORLD
| "Am Universum" -
Tracklist: |
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| 01. |
Alone |
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| 02. |
Goddess (of the
Sandman) |
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| 03. |
The Night is over |
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| 04. |
Shatters within |
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| 05. |
Crimson Wave |
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| 06. |
Drifting Memories |
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| 07. |
Forever More |
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| 08. |
Veil of Sin |
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| 09. |
Captured State |
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| 10. |
Grieve Stricken
Heart |
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Homepage:
www.amorphis.net Label:
www.nuclearblast.de
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