 |
|
CATASTROPHE
BALLET: "Modern Primitives" CD (SPV/Oblivion)
|
| |
|
|
Seit nunmehr mehr als 10 Jahren geistert
CATASTROPHE BALLET über die Bühnen dieser Welt. Während viele
Gothic Rockbands, die auch schon so lange existieren, es vielleicht mal gerade
dazu bringen, sich mit jedem neuen Album selbst zu zitieren, überrascht
uns die Truppe um Frontmann und Mastermind Eric Burton mit jedem neuen Album
aufs Neue.
Was mit dem 1992 von US-Goth Ikone William Faith produzierte
ersten CD-Fulltimealbum "Pandaimonium" als fetter Gothic-Rock mit dem bis dato
wohl bekanntesten CATASTROPHE BALLET-Song "House of Hate" begann, zeigte 1993
erstmals elektonische Einflüße auf "Transition". Drei Jahre
später, auf dem bis dato heftigsten Album der Band - "New Values" war es
blanker Electro-Metal und 1997 teilen sich die Geister endgültig, das
Electro-Industrial-Werk "Menschenfeind", zeigte uns die Band abermals in
völlig anderem Licht.
So geht CATASTROPHE BALLET mit ihrem neuen
Album "Modern Primitives" einerseits zurück zum handgemachten Gothic Rock
mit echten Drums, andererseits hat das neue Album auch nicht viel mit den
Anfängen der Band gemein. Einmal mehr ist es eine Kehrtwendung von dem was
man erwartet hätte, hin zu einer recht unerwartet frischer Mischung
gelungener Rocksongs im Sound von heute. Gleich der Opener "In The
Moment When You Leave" und das druckvolle "M-other" zeigen, wie moderner
Gothicrock heute zu klingen vermag. Fette Rockgitarren und ein leibhaftiger
Schlagzeug-Knüppeler, gepaart mit excellenter Vocalarbeit und
unaufdringlichen, effektiv eingesetzten Soundspielereinen stehen den neuen
CATASTROPHE BALLET äußerst gut. Dieses Schema zieht sich eigentlich
durch das gesamte Album, wobei in keiner Sekunde Langeweile aufkommt. Jeder
Song ist eine Perle für sich, hervorzuheben wäre vielleicht das
dahingleitende "Hell" und der Kracher "Nothing". Die besondere Krönung von
"Modern Primitives" ist allerdings die geniale Neuauflage von "House of Hate"
und die gelungene Coverversion der Punk-Legende "Anarchy in the U.K.".
Alles in Allem steckt viel gesunder Rock'n Roll und verdammt viel
Feeling in dieser Produktion. Die Stimmung ist immer noch herrlich düster,
so kann ich nicht anders, als vor Begeisterung eine Kaufempfehlung für
"Modern Primitives" auszusprechen!

| "Modern
Primitives" - Tracklist: |
| |
|
|
| 01. |
In The Moment When You
Leave |
4:11 |
| 02. |
M-other (Serpent) |
3:52 |
| 03. |
Hell (Is Not A Place For Modern
Primitives) |
4:53 |
| 04. |
Angelfire |
1:07 |
| 05. |
One Last Kiss |
4:49 |
| 06. |
House Of Hate (Re-built
2000) |
3:44 |
| 07. |
The First Cut
(Nightbreed) |
4:53 |
| 08. |
Anarchy In The U.K. |
3:22 |
| 09. |
Love Ain´t Dead ... It Was
Just Asleep |
4:48 |
| 10. |
Janus-Faced |
3:36 |
| 11. |
Nothing |
4:50 |
| 12. |
Out |
1:32 |
ritchie
für GOTHICWORLD |