CD-REVIEWS:
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PROJECT
PITCHFORK: "Daimonion" CDS (eastwest/AMV)
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Nach der Vorabsingle "Existence" fliegen
sie Schmetterlinge weiter und verkünden das mit Spannung erwartete
Fulltime-Album von PROJECT PITCHFORK!
"Daimonion" (griechisch für
Schutzgeist) so der Titel des wunderschon aufgemachten Albums und zugleich der
Opener. Sofort wird klar, daß Peter Spilles und Co die vorab
hochgesteckten Erwartungen mehr als erfüllt haben!
PROJECT
PITCHFORK setzten sich auf diesem Album kritisch mit philophischen Themen, wie
Schicksal und Religion auseinander. Aber keine Angst, hier kommt keine trockene
Lehrmeisterei, vielmehr lassen PROJECT PITCHFORK die Klänge sprechen und
explodieren förmlich voller Ideen und Spielfreude.
In einer
rasanten Achterbahnfahrt durch die menschliche Psyche geht es in insgesamt
vierzehn Songs so weiter. Schnelle, harte Electrobeats, wie "Timekiller" oder
"Last Call" wechseln sich mit brachial-ergreifenden Soundtracks "Jupiter" oder
"Fear" im fließenden Übergang ab. Irgendwelche Schwachstellen habe
ich definitiv nicht finden können. PROJECT PITCHFORK ist hier wirklich ein
gewaltiger Sprung in Richtung musikalischer Perfektion und dem damit
einhergehenden kommerziellen Erfolg gelungen, an dem sich die Konkurenz erst
mal messen muss. Ich könnte jetzt noch stundenlang rumloben, es würde
nicht enden. So will ich Euch lieber an dieser Stelle das ungewöhliche
offizielle Presseinfo aus der Feder von Julietta Kühle (wohnhaft in
Indien) nicht vorenthalten, es lohnt sich es zu lesen!
Die
Schutzgeister seinen mit Euch, - ritchie für die
GOTHICWORLD
"Musiker
drücken sich mit ihrer Musik aus und Schreiber mit Worten. Wozu braucht
eine CD voll Musik ein Info voll Worte? Weil es so üblich ist und weil
Musiker dafür bezahlt werden Musik zu machen und Schreiber dafür,
Worte zu Papier zu bringen. Um nicht zu wiederholen, was ich schon im
vergangenen Info zu "EON:EON" geschrieben habe und nochmal den Werdegang der
Band von a-z, von 1989 bis gestrn, aufzurollen, sucht sich der geneigte
Journalist in der Zeit der Technik aus dem Internet (http://www.pitchfork.de) zusammen, was ihn
interessiert.
Das Thema heute: Philospphie, Schutzgeister,
Karma
Warum? Wie wir alle wisse, ist die Antworlt 42. Wenn es nur so
einfach wäre, damit durchs Universum zu trampeln. Die Scheiß, in der
wir sitzen, steht uns bis zur Halskrause. Wir sind Gast auf diesem Planeten und
benehmen uns wie die Vandalen. Die kamen aus Indien und was haben die
eigentlich verbrochen, dass sie immer herhalten müssen mit ihrem Namen
für all den Dreck, der fabriziert wird?
Karma, das Gesetz von
Ursache und Wirkung, ist keine typische indische Erfindung und Peter Spilles
musste nicht erst nach Indien gehen, um das Karma Monster zu treffen. Seit
Teenagertagen und ausgelöst durch einen lazten, persönlichen Crash,
beschäftigt sich der gebürtige Hamburger mit
Gedanken. "Philosophie ist Nachdenken und Spekulieren über Leben,
Dasein und Hoffnung. Jemand, der denkt, ist Philosoph und jeder Mensch hat
philosophische Gedanken." Peter verpackt seine gewonnenen Erkenntnisse in
Metaphern in Moll. "Dur geht in den Kopf, Moll direkt ins Herz. Ich will
über das Herz den Kopf erreichen." Die geeigneteste Sprache
hierfür wäre Italienisch, denn Deutsch ist eine Sprache schön im
Reden und Schreiben, nicht für Musik. Nicht von ngefähr gibt es kaum
deutsche Opern. Und opulent sind die Werke von PROJECT PITCHFORK allemal.
Trotzdem wurde Englisch als Sprachmedium gewählt, was der
Chartverträglichkeit durchaus entgegenkommt. Obwohl beim Komponieren nie
ein gefülltter Dancefloor vor Augen gehalten wird. "Die Noten
müssen sprechen" und sie sprchen zu Jürgen Jansen, verantwortlich
für die technische Seite von PP. Und sie sprechen in harten BPM,
elektronischer Sieg über Melancholie. Knallharter Beat statt Tränen.
Die perfekte Fusion von Technik und Philosophie, das Zusammenfügen von
Wirklichkeit und Fiktion. Die Flucht aus dem Alltag in Traumwelten von goldener
Zukunft, heiler Welt und Glücksehligkeit?
Nein, es ist ein MUSS
von PROJECT PITCHFORK, gegen die Verdummung und Gleichgültigkeit
anzusingen. Anzuprangern: "Stop searching, hell is already here. Yes, we made
it happen, worse than any beast can prey." - (Mine) Aber auch Hoffnung zu
geben. "Ich möchte die Stimme sein, die in Zeiten, in denen man keinen
Ausweg weiss, ein Licht brennen lässt. Ich zeige keinen Ausweg, nur einen
möglichen Weg von vielen. Jeder Mensch hat die Wahl, sich frei zu
entscheiden. Ich bin werder Heiler noch Heiland." Der hat auch in den
Augen von Peter Spilles versagt, was nicht mal seine Schuld ist, sondern die
der katholischen Kirche. "Ich lehne Religion als Institution ab. Religion
sollte durch das Induviduum leben. Die Kirche hat alle Weisheit und Wahrheit
verleugnet, verändert, falsch übersetzt. Sie hat die Menschen der
Selbstverantwortung beraubt, verspricht Heil durch Ablassbrief und
Busse." "Why don´t you go on to kiss the ring on the finger of the
hand which turned your existence to hell? - (Exixtence).
Peter Spilles:
"Gäbe es die katholische Kirche nicht, wäre ich Christ. So sehe
ich meine Parallelen im Buddhismus." Womit wir wieder in Indien wären.
Beim Patriarchat, Witwenverbrennung, Mitgiftmorden, Männlichkeitswahn. Dem
sich Peter Spilles stellt, "Ich bin ein Mann, der die
männlich-weibliche Polarität erkannt und akzeptiert hat." "I
look into your eyes, there are no boundaries." - (We are One) Und der seine
Gefühle in bildhafte Liebeslieder verpackt. "You are like the ocean and
I´m like the moonlight. It seems I´m only reflecting on your
surface but you know I reach your ground." - (Jupiter)
Denn es gibt nur
eine Wahrheit, die wir alle kennen - LIEBE. Die wir immer wieder mit
Füssen treten, verleugnen, verpassen. "love is what I believe in and
freedom is what I need. But why do I suffer from love and why am I not free?" -
(The View)
Wir reden und reden und vergessen, zu sein. Sein im Moment.
Begleitet von Daimonion. Griechisch für Schutzgeist. Klingt ein bisschen
wie Dämon. Weil Gut und Böse eins sind. Polar. Luzifer, der gefallene
Engel. Gott, der aus Seelen besteht wie ein Körper aus Zellen. Und jeder
Weg zum Anfang führt.
Lassen wir nun das Philosphieren und wenden
uns der Musikalischen Seite des Themas zu, um diesem Info seine
Vollständigkeit zu geben. PITCHFORKS musikalische Inspirationsquelle war
der elektronische Beat. in allen seinen harten Spielarten. Eingewoben in
athmosphärisch dichte, gesampelte Soundcluster und dann wieder reduziert
auf kleine, klare Melodien stammten PITCHFORKs Werke immer aus den Clubs,
niemals aus dem Radio. Diesmal ist es anders, denn PITCHFORK ist auf dem
Quantensprung ins Popuniversum. Um nicht mißverstanden zu werden:
PROJECT PITHFORK klingen immer noch wie PROJECT PITCHFORK, aber viel besser.
Alles ist jetzt stimmig und ihre hörbare Detalarbeit hat aus markanten
Ideen unverwechselbar, kantige Popperlen werden lassen. Und so wie Madonnas
Produzent aus Kraftwerk-inspirierten Soundstrukturen der Grand Dame des Pop ein
edles Designerstück auf den Leib geschneidert hat, haben es PROJECT
PITCHFORK diesmal geschaft, ein vom Geiste aller guten Elektrobriten beseeltes
Meisterwerk abzuliefern. Ask your local store. PROJECT PITCHFORK -
"Damonion" Schluss, Ende, Aus."
| "Daimonion" -
Tracklist: |
| |
|
|
| 01. |
Daimonion |
(4.55) |
| 02. |
Timekiller |
(4.23) |
| 03. |
Sand-Glass |
(4.28) |
| 04. |
Jupiter |
(5.56) |
| 05. |
We Are One |
(5.38) |
| 06. |
The Clone |
(4.07) |
| 07. |
Fear |
(4.20) |
| 08. |
Drone Assembly |
(2.14) |
| 09. |
Drone State |
(4.43) |
| 10. |
Mine |
(5.11) |
| 11. |
Citynight |
(4.39) |
| 12. |
Last Call |
(4.39) |
| 13. |
Existence V.4.1 |
(4.40) |
| 14. |
The View |
(5.16) |
Homepage:
www.pitchfork.de Contact:pitchfork@pitchfork.de Management
and Booking: Project Management Kai Lotze
manager@pitchfork.de
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