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TANZWUT:
"Labyrinth der Sinne" CD
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Mittelalter-Techno. Nun ja, wenn man dieses Wort zum ersten Mal hört,
klingt es doch ein bißchen paradox. Genauer gesagt bezweifel ich sogar,
dass es zur Zeit der Kreuzzüge schon Drumcomputer gab, aber daran scheinen
sich die Jungs von Tanzwut reichlich wenig zu stören. Nachdem die Truppe
um den Teufel persönlich sich bereits einen Namen mit der Band Corvus Corax
gemacht haben, zieht die Formation mit ihrem derzeitigen Projekt gleich sämtliche
Schubladen musikalischer Stilisierung auf und vermengt den Inhalt mal ganz
kräftig miteinander. Das Result: Mittelalterliche Spielmannskunst kombiniert
mit dem düsteren Electro-Sound einer von Fortschritt und Gefühlskälte geprägten
Gesellschaft. Deshalb entzieht sich die Musik auch jeglicher Einordnung; Tanzwut
ist und bleibt nun mal Tanzwut und damit hat die Band eine vollkommen eigene Stilrichtung erschaffen.
Musikalisch macht die Combo ihrem Namen alle Ehre, denn wen es bei diesem Sound
nicht auf die Tanzfläche zieht, der liegt wahrscheinlich schon ein paar Meter
unter der Erde. Dudelsackklänge, harte Gitarrenriffs und die Computerrhythmen
lösen ganz automatisch Tanzreflexe in den Muskeln aus. So startet das Album
gleich mit dem ersten Song voll durch. Der Titel dürfte vielen schon aus diversen
Clubs bekannt sein, war der Song "Tanzwut" auf den Tanzflächen doch von Anfang
an ein Hit. So haben sich Teufel und seine Mannen auch entschlossen, den Song in
neuem Gewand auf dem aktuellen Album zu präsentieren. Zwar brachialer als die
ursprüngliche Version, dafür aber umso tanzbarer.
Track 4 trug mir dann auch eine bekannte Melodie ans Ohr: Mit "Bitte, Bitte"
hat sich Tanzwut für eine Coverversion, des meiner Meinung nach wohl besten
Ärzte-Songs entschieden (wer könnte jemals das gelungene Musik-Video mit "Gast-Star"
Theresa Orlowski vergessen???). Natürlich stehen Tanzwut den "Sofa-Punks" von den Ärzten
in nichts nach und somit ist ein durchschlagender Erfolge dieses Remix' schon vorprogrammiert.
Als weitere Highlights des Albums kann ich jedem nur "Labyrinth", "Niemals ohne dich"
oder auch "Der Wächter" ans Herz legen. Und mit dem letzten Song des Albums "Götterfunken"
(ja, das ist tatsächlich die Melodie aus der Europa-Hymne "Ode an die Freude") geben die
Jungs noch mal alles und verpassen ihrem zweiten Album einen perfekten Abschluss. Natürlich
sind die restlichen Songs ebenso wie die bereits genannten absolut tanzbar und runden das
ganze Album zu einem Meilenstein moderner Mittelaltermusik ab. So gibt es für "Labyrinth der Sinne"
nur eine Devise: CD einlegen und abtanzen! Bei diesem Werk muß also doch der Teufel seine Hand im
Spiel gehabt haben!
| "Labyrinth der Sinne" -
Tracklist: |
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| 01. |
Tanzwut |
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| 02. |
Extase |
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| 03. |
Lügner |
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| 04. |
Bitte, Bitte |
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| 05. |
Labyrinth |
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| 06. |
Niemals ohne dich |
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| 07. |
Die Drohne |
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| 08. |
Der Wächter |
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| 09. |
Dämmerung |
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| 10. |
Was soll der Teufel im Paradies |
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| 11. |
Gigolo |
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| 12. |
Ikarus |
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| 13. |
Götterfunken |
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BlackTear für GOTHICWORLD |