Neues von
Michael Brunner Aus der
Mailing-Liste von Ecki Stieg:
Liebe Liste! Ich habe
gerade ein längeres Gespräch mit Michael Brunner, dem "Intendanten"
des WGT geführt, was ich mich nicht scheue, hier 1:1 wiederzugeben
Erstaunliche Neuigkeiten: Nachdem es klar war, dass das
Insolvenzverfahren nun doch nicht eröffnet wurde, Gerüchte
existierten, dass das WGT nach der Endabrechnung ein sattes Plus gemacht hat
und Brunner mir zunächst Hoffnung machte, meine Gage komplett zu erhalten,
ergibt sich nun folgendes Bild:
Brunner schlägt den
Gläubigern vor, sich mit einem Abschlag von 20% zufrieden zu geben. Dies
wäre die Summe, die für das WGT - nach der Endabrechnung - vertretbar
wäre, um aus dem ganzen Schamassel mit +-0 herauszugehen. Brunner bat
mich, diese Entscheidung zu akzeptieren, würde man dies nicht tun, so
müsse man Konkurs anmelden, eventuell gar kein Geld sehen - und das WGT
wäre damit wohl auch gestorben. Ich habe mich zunächst bedeckt
gehalten. Aus dem letzten Satz Brunners ging zudem hervor, dass er gewillt ist,
dass WGT 2001 - wie vermutet - in der gewohnten Form durchzuziehen. Auf meine
Frage, wie er das den Künstlern und dem Publikum plausibel machen wolle,
antwortete Brunner, das er davon ausgehe, dass 70% der Besucher das WGT 2001
zwar meiden würden, aber dennoch guter Hoffnung wäre, dem WGT seine
"ursprünglichen Bestimmung" wieder zu verleihen. Damit meinte er konkret,
dass die Leute, bzw. die Person, die ihm Knüppel zwischen die Beine
geworden hätte und das WGT 2000 "künstlich aufgebläht", sprich
administrativ und personell unnötig überbesetzt hat (laut Brunner!) ,
nun aus dem Rennen sei. Außerdem habe das Publikum die Probleme in den
Jahren zuvor ja auch akzeptiert und wäre - trotz der Ankündigung, das
nächste Treffen zu boykottieren - immer wieder gekommen. Obwohl er keine
Namen gesagt hat, kann es sich eigentlich nur um Twinline in der Person von
Robert Dobschütz handeln. Der Bruch zwischen Twinline (zuständig
für Promotion, administrative Arbeiten) und dem WGT zeichnete sich bereits
im Vorfeld ab, nun ist er offiziell- und zwar derart, dass Twinline das mit dem
WGT geteilte Gebäude am Nordplatz 9 in Leipzig verlassen wird.
Abschließend meinte Brunner, das er sich eigentlich "sauwohl"
fühle, weil jetzt die Chance für einen echten Neuanfang gegeben
sei...! Ich empfehle hierzu auch die Lektüre des ebenfalls für
sich selbst (wider)sprechende Interview, das Jochen Müter mit Brunner
für die Zillo (Ausgabe 7/8, Seite 87) geführt hat. Ich möchte
Brunners Worte hier ausnahmsweise nicht kommentieren, ich denke sie sprechen
für sich selbst, bestätigen zugleich mein Handeln und meine
Einschätzungen/Kommentare zur Lage bisher. Interessanter wäre zu
erfahren, wie sich List'ling, egal ob "Kleinverdiener" (sorry, Alex...!) oder
auch exponierte Namen ( hallo Bruno) zum Angebot von Brunner verhalten werden.
Dazu die Fragen: Sind die Angebote an Euch mit meinem deckungsgleich?
Was für Erfahrungen habt ihr gemacht? Wie werdet Ihr Euch
verhalten? Akteneinsicht verlangen? Selbst mein Anwalt konnte mir keinen
konkreten Tipp geben...! Ohne diese Liste als Forum für rechtliche
Fachfragen zu mißbrauchen, würde es mich interessieren, wie Ihr
damit umgeht, zur Not auch privat! Meinungen und Kommentare "Unbeteiligter"
sind natürlich erwünscht....!
Gruß Ecki Stieg /
crow@theoffice.net |